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26.02.2010
Stadt, Land, Glück
Immer mehr Menschen in NRW wollen in der Nähe oder im Zentrum von größeren Städten wohnen. Sie fühlen sich insgesamt in ihrer Wohnumgebung wohler als noch vor ein paar Jahren, wie eine Erhebung zeigt.
Seit zehn Jahren untersucht das sogenannte Kinderbarometer das Wohlbefinden der Kinder zwischen neun und 14 Jahren in NRW. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es erfreuliche Ergebnisse zu verkünden: 79 Prozent der Kinder fühlen sich in ihrem Wohnumfeld sehr gut oder gut. Besonders interessant ist hierbei, dass die Siedlungsform auf dieses Wohlbefinden keinen Einfluss hat. Die Zufriedenheit von Kindern, die auf dem Land leben, ist ebenso groß wie von Kindern, die in kleinen, mittleren oder größeren Städten leben. Wichtiger Einflussfaktor auf das Wohlbefinden ist dagegen das Empfinden subjektiver Sicherheit. Fürchten sich Kinder nicht auf dem Nachhauseweg oder vor älteren Jugendlichen, steigt proportional auch ihr Wohlbefinden. Lediglich sieben Prozent der Kinder fühlen sich in ihrer Wohngegend nicht sicher. Dabei haben vor allem jüngere Kinder Angst vor Älteren aus der Nachbarschaft. Mädchen fürchten sich zudem mehr als Jungen, vor allem vor Kriminalität.
Nicht ganz so wohl fühlen sich in NRW Kinder mit Migrationshintergrund, die also mindestens ein Elternteil haben, das nicht in Deutschland geboren wurde. Sie machen immerhin ein Drittel der Befragten aus. Auch Kinder, die nur mit einem Elternteil leben, geben für ihr Befinden im Wohnumfeld weniger Punkte.

