Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888

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28.07.2010

Kölner Haus- und Grundbesitzerverein zum Brüsseler Platz: Verein fordert Maßnahmenüberwachung durch Profis

Mit kritischem Blick beobachtet der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein die Entwicklung am Brüsseler Platz. Dabei geht es dem Verein nicht nur um diesen Platz, sondern um die Entwicklung des Freizeitverhaltens an allen öffentlichen Plätzen und den damit verbunden Beeinträchtigungen. Schon jetzt sind aufgrund des Lärms die Kündigung von Mietverhältnissen oder der Verkauf von Wohnungen zu beobachten. Der Verein wird als Interessenvertretung der Kölner Hauseigentümer einen solchen Eingriff in das Eigentumsrecht nicht hinnehmen.

Der Brüsseler Platz ist für den Verein ein „Pilotprojekt“, an dem ein strategisches Handeln für die Zukunft erprobt werden muss. Unter anderem mit Hilfe eines Moderators sollen Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Thomas Tewes, Hauptgeschäftsführer des Vereins: „Grundsätzlich unterstützen wir die Bemühungen, an denen wir uns auch aktiv beteiligen. Es wird aber einen Punkt geben, an dem wir für uns resümieren, ob das Projekt gelungen oder gescheitert ist. Und dieser Punkt wird spätestens nach diesem Sommer sein.“

Vor allem aber fordert Tewes, die einzelnen Maßnahmen einem fachgerechten Controlling zu unterwerfen. Tewes: „Die Maßnahmen müssen voneinander getrennt durchgeführt werden. Es hilft nichts, abends das Licht aufzudrehen, um es am nächsten Tag ganz dunkel zu machen. So wird am Ende keiner sagen können, welche der Maßnahmen erfolgreich war.“ Nach Ansicht des Vereins müssen besonders fachgerechte Lärmmessungen vor und nach den Maßnahmen durchgeführt werden, mit anerkannten Methoden und an festgelegten Orten.

Tewes: „Wie bei jedem anderen Versuch wird auch das Geld kosten. Im Hinblick auf die Zukunft ist die Stadt verpflichtet, dieses Vorhaben fachgerecht zu unterstützen. Schließlich ist es Aufgabe der Stadt, für einen gerechten Interessenausgleich zu sorgen, und zwar so schnell wie möglich. Wir werden es nicht hinnehmen, dass aus dem Brüsseler Platz ein mehrjähriges Versuchsfeld wird.“

Tewes fordert die Stadt auf, schon jetzt zur Fußballweltmeisterschaft die Kontrollen zu verschärfen. Tewes: „Wir gönnen jedem die Freude über die WM, aber es kommt auch immer der Punkt, wo mal Schluss ist. Und zwei Wochen Dauerbeschallung bis tief in die Nacht hält keiner aus.“

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